Menden | Die Präsentation beim Fliegenfischen perfektionieren


Das Menden gehört beim Fliegenfischen genauso zur Anbietetechnik wie die Wurftechnik und wird ausgeführt, um den Effekten unterschiedlicher Strömungsverläufe im Fluss entgegen zu wirken. Richtiges Mending entscheidet häufig, ob sich ein Fisch zum Biss verlocken lässt oder nicht.

Menden oder Mending (Engl. to mend: ausbessern) sieht ganz unscheinbar aus, wird gerne vernachlässigt, ist aber bei richtiger Ausführung meist von Erfolg gekrönt. Mit der Spitze der Fliegenrute wird die im Wasser liegende Fliegenschnur umgelegt. Damit verhindert Ihr, dass zuviel Spannung in der Schnur entsteht und an der Fliege zieht. Ansonsten furcht die Fliege, “draggt” oder geht unter, was kein besonders verlockendes Angebot für den Fisch ist.

 

Beim Fliegenfischen Ruhezonen effektiv anwerfen

Die klassische Situation beim Forellen Fischen ist die steigende Bachforelle hinter einem Stein, mitten in der Hauptströmung. Die Forelle befindet sich in einer Ruhezone, die Strömung außenrum ist stärker und unsere Fliegenschnur und Trockenfliege wird nach Aufkommen auf dem Wasser durch die Strömung sofort aus der ruhigen Zone „gedraggt“. Mit erfolgreichem Menden können wir die Verweildauer unserer Fliege in der relevanten, ruhigen Zone verlängern und erhöhen somit die Chancen auf den Biss.

 

Die Schnur menden beim Fliegenfischen

 

Wie funktioniert das Menden der Fliegenschnur

Die Bewegung beim Menden wird mit einer U-förmigen Bewegung der Rutenspitze ausgeführt. Dabei heben wir eine bestimmte Schnurmenge vom Wasser auf und menden einen Halbkreisbogen in die gewünschte Richtung und achten darauf, dass die Fliege nicht durch Overmending von Ihrem Landeort weggezogen wird. Der Trick dabei ist eigentlich, für den “Mend” nur die Menge an Schnur vom Wasser aufzunehmen, die noch nicht unter Spannung steht und sich somit leicht umlegen lässt. Nehmt Ihr Schnur auf, die bereits unter Spannung steht, erzeugt man durch den Mend das ungewünschte Furchen der Fliege – also genaudas Gegenteil bewirkt, von dem was wir tun wollen.

 

Graphische Darstellung des Menden:
Mend and the dead Drift

 

Ein Fliegenfischer, der Strömungsunterschiede erkennt, kann im Voraus “ausbessern” und schafft ein natürliches Abtreibverhalten der Fliege. Mending kann stromaufwärts oder stromabwärts erfolgen, je nachdem Beschaffenheit der Strömungsverhältnisse. Ob mit Trockenfliege, Nymphe, Nassfliege oder Streamer, es gibt gute Gründe, die Fliegenschnur zu menden:

 

  • Beim Trockenfliegenfischen verhindert Menden, dass die Trockenfliege verfrüht untergeht.
  • Beim Nymphen fischen können wir die Nymphe gezielter dirigieren und für natürliches Abtreiben sorgen.
  • Beim Fischen mit Streamer kann man die Strip-Richtung ändern, um Hindernisse zu umgehen.
  • Im Bereich der Nassfliegen Fischerei wird Menden bei der Lachs Fischerei eingesetzt (Wet-Fly-Swing).

 

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Nach dem Wurf wird hier ein sofortiges Menden (flussabwärts) notwendig sein: Wo die Fliege aufkommt, fliesst die Strömung schnell. Dort wo die restliche Flugschnur liegen wird, fliesst der Fluss langsamer. Um diesen Unterschied auszugleichen und das natürliche Abtreiben zu optimieren, legen wir sofort, wie oben beschrieben, einen Bogen in die im Wasser liegende Fliegenschnur.

 

Fazit für das Menden

Gute Wurftechnik und akkurates Anwerfen sind nur die halbe Miete. Durch Menden können wir zusätzlich dafür sorgen, dass unsere Fliege ein natürliches Treibverhalten hat und für den Fisch zu einem verlockenden Angebot wird. Es klingt kompliziert, ist jedoch mit ein bisschen Übung kinderleicht und ganz unspektakulär.

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Wer sich für das Thema noch ausführlicher interessiert, nachfolgend noch ein paar Links:

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